Seminarkomplex: „Verkaufssprache“

Haben Sie auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie Jemanden, der sich nicht ausdrücken kann, nicht so richtig für voll genommen haben?

Man, mach keinen Staatsakt beim Verkauf von Brot, Kuchen & Co., diesen gut gemeinten Rat

erhalte ich oft. Und, die Diskussionen darüber sind emotional.

Was muss man denn beim Brötchenverkauf besonderes sprechen?!

Sind doch nur Brot & Brötchen, die über den Ladentisch gehen.

Die Auseinandersetzungen gehen dann dann meistens so:

„Kann doch Jeder“, wird mir geantwortet.

....Kann das wirklich Jeder?

Klar Reden ist jedem Menschen von Natur aus gegeben, oder besser er hat es gelernt.

Reden ist nicht gleich Reden. Reden um zu verkaufen ist das Tresen „A“ & „O“.

Ein bisschen quatschen reicht da nicht.

Reden um zu verkaufen ist Handwerk.

Ich bin genauso hartnäckig wie mein Diskutierer, der mir gegenüber sitzt und unbedingt recht haben will.

Deshalb frage ich jetzt zurück: „Worüber haben wir das letzte Mal gesprochen?

Doch darüber, dass Du gegenüber Euren Kunden sehr flexibel sein musst. Dem Einen erklärst Du die Dinge so, dem Anderen etwas professioneller mit vielen Fachausdrücken. Du stehst z.B. beim Sprechen auf, damit einfach Deine Leidenschaft „überschwappt“, dann findest Du auch schneller die entsprechenden Worte.....“

In dieser Situation in der sich mein Mitmensch vielleicht nur einmal am Tag befindet, ist eine Verkäuferin gefühlte 500 Mal in ihrer Schicht:

Immer neu auf eine Situation einstellen, erklären wie etwas schmeckt, Produkte in die Hand nehmen, zeigen und wieder erklären.

Und, alles muss kurz, auf den Punkt gesprochen sein.

Das schüttelt niemand „aus dem Ärmel“. Dafür lohnt es sich zu trainieren. Und, dafür lohnt es sich auch Zusammenhänge zu verstehen: vom ICH-innerer Haltung & meiner Sprechweise.....

Natürlich schaut mein Gegenüber jetzt etwas verdutzt.

„Ich werden doch außerdem gefragt was ich will: z.B. „Welches Brot darf es denn sein?“ Ich: „Weißt Du denn, welches Brot es sein darf? Kennst Du den Namen und kannst nachfragen?“

Antwort: „Nö, meistens nicht. Ich versuche es dann zu beschreiben.“

Mein Gegenüber: „Na, ja aber ich werde trotzdem gefragt, ob ich ein Brötchen mit oder ohne Körner haben möchte.“

Ich: „Hm, Du kennst doch gar keine Körner. Du, weißt doch gar nicht wofür die gut sind. Ich weiß bis heute nicht, warum man Brötchen nur in den beiden Kategorien anbieten muss....“

Mein Gegenüber: „Man, nun mach mal keinen Staatsakt aus dem Verkauf von Brötchen & Co.. Ist doch kein Autokauf!“

Ich: „Klar, ich mache einen Staatsakt daraus.“ Um den Genuss wieder eine Bedeutung zu geben, reicht es nicht aus, Brotsommeliers auszubilden, neue Brotsorten, Törtchen, Kuchen zu entwickeln.

Der Verkauf muss sich auch weiterentwickeln.

Und, das Zentrum dafür ist das Sprechen.

P.S.

Wo entwickeln Menschen, die sich wirklich nicht kennen innerhalb ganz kurzer Zeit und auch für einen ganz kurzen Augenblick ein enges, sogar ein sehr enges Verhältnis?