Aus dem Alltag einer Verkäuferin & Blicke in die Zukunft......

„Gesten hätten Sie mal kommen müssen, Frau Raschinsky. Es war so viel zu tun.....Und, man steht allein hinter dem Tresen.....", so empfängt mich Anna

Das war der erste Satz mit dem ich früh 6:00 Uhr in einer Filiale empfangen wurde. Natürlich steckt hinter diesem Satz der Wille etwas mitzuteilen, sich mitzuteilen. Oder besser einer Person wie meiner zu sagen: Ich hab‘s geschafft, aber auch das Bedürfnis nach Anerkennung. Denn, keiner als Anna hat die Verantwortung übernommen, das es geschafft wird.

In der kurzen Unterhaltung, die dann folgte erzählte mir Anna noch, das sie  lange Zeit nach Landenschluss nicht zur Ruhe kam, weil sie so vor Energie glühte, aufgepulvert war und ohne ihre Entspannungsübungen nicht runtergekommen wäre.

Ich glaube, es ist Zeit, diese Geschichte auch einmal so zu sehen: Anna hat etwas geschafft, ohne strategische Vorbereitung.

Keiner konnte wissen, das der Kundenstrom auf einem Dienstagnachmittag so stark sein wird.

Kundenströme lassen sich im Einzelhandel kaum lenken oder einschätzen. Auch nicht, wenn Verkäuferinnen in ihren Terminkalendern Statistiken zu Umsätzen, Kundenzahlen und Wetter aus den letzten Monaten, Vorjahren führen.  Es sei denn, das Ladengeschäft hat neu eröffnet oder ist das Einzige weit & breit.

Nur schnell zu sein reicht nicht aus!

Und, wenn Anna stolz auf sich ist, den Kundenstrom als „Einzelverkäuferin“ bewältigt zu haben, keine Beschwerdemails oder dergleichen Telefonate beim Chef eingegangen sind, dann liegt es an ihrer Strategie, an ihrer Erfahrung, an ihrem guten Koordinierungssinn.

Die Herausforderung liegt in der Koordinierung unzähliger Arbeiten, die nur indirekt etwas mit dem Verkauf zu tun haben: Theke auffüllen, im Café – Bereich Tische sauberhalten etc..

                                                                                                                                                     

Der Blick in die Zukunft ist, keiner muss den Stress mehr mit sich allein ausmachen.......strategisch mit den Verkäuferinnen arbeiten, die sich dafür eignen.

Prämien und mehr Geld sind nicht die Lösung:

Vorbereitung auf Situationen: Strategie zu üben, so das sie Kundenströme managen lernt, ohne dabei kopflos, unfreundlich zu sein und genervt auf den Kunden zu wirken In diesen Situationen bestimmt sie auch das Unmsatzplus.

Dann muss Anna auch den Stress nicht mehr mit sich allein durchstehen.

Sie weiß woran sie gemessen wird.

Denn, ich glaube, sie weiß es bisher nicht. Auch nicht,  ob, sie gut oder schlecht war.......

Fragt sie ihren Chef danach, dann bekommt sie oft zur Antwort: „Das ist ihr Job, besser so als andersherum.....Sie wollen doch weiter bei uns beschäftigt sein!“

Ist die Reaktion fair?

 

 

 

 

 

 

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